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Meine unvergesslichen Erlebnisse mit dem Racing Team Glurns

Mein Glück, Marianne schmiss mich zur Wohnung raus. Unter uns gesagt, sonst hätte ich wohl den Start bei strömendem Regen und Aussicht auf Schnee nicht auf mich genommen. Zu gross war die Angst vor dem erfrieren. Doch bevor Sie mir den Tritt in meinen knackigen Hintern versetzte, rüstete Sie mich mit allem was an warmen Klamotten auffindbar war, aus. So machte ich mich als geschlagenes Michelin Weiblein bei strömendem Regen auf den Weg.

Unser Treffpunkt war Freitag, 11h im Tulipan in Einsiedeln. Als ich die strahlenden Gesichter meiner Gspänli sah, ging für mich die Sonne auf. Den letzten Kick holte ich mir mit einem Kaffee und einem traumhaften Zigerkrapfen und einem Beutel Schafsböcke für den Notvorrat. Unsere Lieben, Christa und Karin zündeten im Kloster noch Kerzen an, nun konnte nichts mehr schief gehen. Der Himmel meinte es gut mit uns, trocken konnten wir uns die Helme überstülpen, kein Wassertropfen beim Start. Auf der Brücke über den Sihlsee holte uns der Regen wieder ein. Egal, frohen Mutes rockten wir über die Sattelegg, welche wohl kurz davor den Alpabzug hatte. Natürlich nahmen wir die Herausforderung an, ein paar Kurven mehr einzubauen um die Kuh-Scheisse zu umfahren. Ab Reichenburg ging‘s auf die Bahn, am schönen Walensee vorbei, auf welchen uns die Sicht vergönnt blieb. Die Churfirsten eingemummelt in Nebelschwaden, all das bei strömendem Regen, keine Frage den Kerenzerberg ausfallen zu lassen. Kurz vor Landquart, drückte die Sonne scheu durch die Wolken. Durchs Prättigau mit strahlender Sonne fuhren wir als Konvoi in Selfranga ein, beim Boxenstopp  entschieden wir uns den Flüelapass zu umgehen, zu nah war der Schnee. Am anderen Ende des Vereinatunnels angekommen, schwangen wir uns erneut elegant gut eingepackt auf unsere Räder. Ab da fielen die Frauen in Trance und erlagen dem Racingrausch. Es kam mir vor, als ob der Ofenpass ihr Hausberg sei. Die Harley spürte die Strasse nicht nur an den Rädern, wir kratzten uns um die Kurven. Ich konnte mich an der Schönheit der Bergwelt kaum satt sehen. Durchs wunderschöne Münstertal, welches mich immer wieder auf’s Neue beeindruckt und fasziniert, fuhren wir ins romantische Glurns ein. Wo uns die hübsche Terrasse, vom Hotel Post, schon auf ein Stiefelbier erwartete. Durch die gelebte Gastfreundschaft und den Charme der Bedienung, liessen wir uns kurzfristig für die Vollpension umstimmen. Welches sich im Nachhinein als ein sehr, sehr weiser Entscheid herauskristallisierte. Saubere und schöne mit allem ausgestattete Zimmer plus Balkon bezogen, schnell Französisch geduscht, trafen wir uns zum ausgedehnten Viergänger mit einem eingeborenen Wein zum Dinner. Wir schlemmten bis kurz vor 24h, dann wurden wir noch zur Pyjamaparty bei Christa und Karin eingeladen. Unsere wunderbare Martha sorgte für einen mit 17 Kräutern ausgestatten Schlumi. Cony und ich, wir liessen uns nicht lumpen, mit einer rosaroten Rose für unsere Gastgeberinnen und unseren Zahngläsern trudelten wir zur Party ein. Zwischendurch auf dem Balkon auf eine Zigarette, unter der Milchstrasse bei spannenden und lustigen Gesprächen liessen wir den Abend ausklingen.

Am Samstagmorgen trafen wir uns zum Frühstück. Wir wurden verwöhnt bis zum geht -nicht -mehr. Wir genossen es sehr, da den einen noch der 17 Kräuterlikör an den Venen klebte. Danach eine Sightseeing- und Shoppingtour unter den Arkaden des rausgeputzten Glurns bei ab und an strahlend blauem Himmel . Wir alle kamen auf unsere Kosten die einen mit neuen Kleidern andere mit feinem Essen. Während dem Spaziergang erwärmte sich die Temperatur, wir waren nicht mehr zu bremsen. Ballast ins Zimmer und Treffpunkt Privatgarage mit voller Montur gegen 11.30h mit Ziel Stilfserjoch welches auf gut 2‘700 m liegt. Kaum auf den Rädern verfielen unsere Damen erneut dem Rausch, welchem auch ich mit Freude erlag. Nach den ersten Spitzkurven kam unsere Berufung, es schien als ob keine mehr was anderes als das fahren mochte ☺! Karina hatte sogar noch Zeit raus zu fahren und uns abzulichten, ist die nicht der Hammer. Auf dem Gipfel angekommen, klare Sicht, blauer Himmel, windig bei zirka 4°, gestand uns Christa dass Sie gegen das Ende auf jede Spitzkehre hätte „speutzen“ können. Wir alle waren erstaunt wie viele Fahrradfahrer sich auf der Strasse nach oben abquälten, welchen wir nicht immer mit Begeisterung begegneten. Auf dem Berg tanzte wirklich der Bär, darum entschieden wir uns noch weiter zu tanzen Richtung Umbrail. Wo uns Martha bis zum Restaurant Alpenrose im Schlepptau hatte, ein wirklich hübsches Beizli mit schöner Terrasse, Aussicht, und vielen selbstgemachten Leckereien. Weiter nach Müstair wo Christa uns noch für eine Besichtigung im UNESCO Welterbe Kloster St. Johann überredete, in welchem noch heute Benediktinerinnen wohnen. Welches sich gelohnt hat, fürs Museum waren wir aber zu spät. Zurück auf den Rädern, kam uns eine dicke schwarze Wolke entgegen, mit entleeren wartete sie jedoch bis wir das Stiefelbier genossen hatten. Frisch geduscht, liessen wir uns erneut mit einem für die einen noch immer einem Viergänger, die anderen mit einem Dreigänger verwöhnen. Natürlich mit einem Glas Rotwein, oder waren es zwei? An der Bar nahmen wir noch den Schlumi, zur Pyjama Party luden dieses Mal Conny und ich ein. Zum Glück war die Flasche von Martha fast leer, so gingen wir, ihr glaubt es nicht vor 24h ins Bett (und das mit Christa). Meine letzte Zigarette verbrachte ich mit Sturm und Regen auf dem Balkon.
Nach, wie könnte es wohl anders sein, einem ausgiebigen Frühstück und „Köfferli packä“ traten wir die Heimreise an. Es war nicht zu übersehen wie weit es runtergeschneit hatte als wir im Tiefschlaf lagen. In voller Montur röhrten wir dem Reschensee entgegen, wo auch unser nächster Stopp für ein Fotoshooting und „chrömlä“ war. Bei der Seestauung wurde das gesamte Dorf Graun und ein Grossteil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees versenkt. Der einzige Zeuge ist die Kirchturmspitze die noch aus dem See ragt. Fertig mit umälauärä, weiter über den Reschenpass. Wenn es dunkel gewesen wäre, wäre ich in meiner Racingtruppe nicht nur der Besenwagen gewesen, nein, ein wahres Feuerwerk. Doch die streuenden Funken kamen im Hellen von der kratzenden Harley einfach nicht richtig zur Geltung. Wir fuhren Nonstopp durchs unwahrscheinlich schöne Unterengadin bis Susch, dann rauf auf den Flüelapass, das zu beschreiben, sorry finde ich keine Worte mehr. Es war schon fast unwirklich schön. Auf dem Pass gab es einen Boxenstopp, kaum abgestiegen alle in Formation bereit für ein Fötäli, fängt es an zu schneien. Im Resti wurden wir mit vielen wunderbar zubereiteten und sel-bergemachten Sachen von einer flotten Balkanschweizerin in einem Affentempo verwöhnt. Alle waren begeistert, sogar die Wildhaxe mit hausgemachten Spätzli wurde ohne zu murren eingepackt. Leider blieb von meinem Apfelstrudel mit Vanillesauce nichts mehr übrig. Als wir die Lokalität verliessen, kam keine Schneeflocke mehr vom Himmel. Die restlichen Kurven vom Flüela gingen runter wie Honig. Als eingeschweisste und einge-spielte Truppe ging es dann noch ein bisschen“ tifiger“ durchs Prättigau, schliesslich war das ja schon das zweite Mal. Wir genossen die uns immer wieder aufs Neue begeisternde Bergwelt in vollen Zügen. Ab Landquart hoppelten wir bis zum Glarnerland auf der Autobahn, die Welt der Churfirsten und des Walensees zogen wir uns noch richtig rein. Gerne hätten wir noch den Kerenzerberg gemacht aber noch so vieles gibt es was wir alle noch und wieder gerne machen möchten. Dazu kommt Karina musste noch nach Bern und Martha nach Solothurn beide wollten vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause sein. Wir verabschiedeten uns und alle schossen in die verschiedenen Himmelsrichtungen ihrem Zuhause entgegen.

Herzlichen Dank unseren beiden Organisatorinnen Christa und Karin. Herzlichen Dank an unsere souveränen Vorfahrerinnen Christa, Cony und Martha. Herzlichen Dank den zwei Kamerafrauen Karina und Martha für die tollen Bilder, mit welchen wir unsere gemeinsamen wunderschönen Erlebnisse immer mal wieder zurückholen können. Die Idee mit Whats-app von Karina, sollten wir weiter beibehalten, einfach toll.

Mitunter am meisten möchte ich mich bei Marianne bedanken, denn dank meinen sieben Schichten am Ober-körper und den drei Schichten an den Beinen, habe ich nicht eine Minute gefroren. Wahrscheinlich glaubt das niemand, aber es gab keinen Tag an dem ich nicht geschwitzt habe. Was haben wir gelernt; es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleider und lasst Euch nicht von den Wetterprognosen die Laune verderben.


Es war mir eine Ehre mit dabei zu sein.


Herzlichst
Claudine

2015 Offenpass 2015 Offenpass

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